Schulsozialarbeit

07.02.2012
Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen, besonders auch an Ganztagsschulen, ist wichtiger denn je und beinhaltet anspruchsvolle Betätigungsfelder für Schulsozialarbeiter.

Bedeutung von Schulsozialarbeit

Bedingt durch einen starken Wandel sozialer Strukturen werden der Bildungs- und Erziehungsauftrag, die Begleitung, Förderung und gesellschaftliche Integration von Kindern und Jugendlichen zunehmend komplexer.
Schulsozialarbeit an weiterführenden Schulen, besonders auch an Ganztagsschulen, ist wichtiger denn je und beinhaltet anspruchsvolle Betätigungsfelder für Schulsozialarbeiter.
Das Ziel, Heranwachsende in ihrer Entwicklung sowohl präventiv als auch kompensatorisch
zu unterstützen, kann nur durch ein sicheres konzeptionelles und finanzielles Konzept sowie  durch eine fachlich fundierte, verlässliche Zusammenarbeit unterschiedlicher Berufsgruppen erreicht werden, bei der unterschiedliche Professionen ihre spezifischen Kompetenzen und Methoden einbringen.

Forderungen zur Schulsozialarbeit

Für eine gelingende Kooperation von Schulpädagogik und Schulsozialarbeit fordert der VBE:
- Jeder Schulform und jeder einzelnen Schule muss mindestens eine Stelle für Schulsozialarbeit zur Verfügung stehen.
- Die Unterstützung durch Schulsozialarbeiter erfolgt auf eigenen Planstellen ohne Anrechnung auf Lehrerstellen.
- Zur Gewährleistung von personeller Kontinuität und langfristig effektiver Kooperationsmodelle muss die Zwangsteilzeit bei den Beschäftigungsverhältnissen im Bereich der Schulsozialarbeit aufgehoben werden.
- Der Einsatz von Schulsozialarbeitern muss gemäß ihres spezifischen Kompetenz- und Aufgabenprofils erfolgen.
- Für die gemeinsame Konzeptarbeit und den regelmäßigen Erfahrungsaustausch von Lehrkräften und  Schulsozialarbeitern sind  die entsprechenden Zeitressourcen zur Verfügung zu stellen, die sich für die Schulen bedarfserhöhend auswirken müssen.
- Die gemeinsame Schulentwicklungsarbeit bedarf einer professionellen Begleitung und regelmäßigen Evaluation.
- Für Schulsozialarbeiter, die an Schulen beschäftigt sind, die von Schließung bedroht sind, ist rechtzeitig ein transparentes und verlässliches Personalkonzept zu entwickeln.

Gesetzliche Grundlagen für Schulsozialarbeit

Für die Schulsozialarbeit bilden die folgenden Texte die gesetzlichen Grundlagen:
- BASS 21 – 13 Nr. 6
- BASS 1 – 1 (Schulgesetz)
- Kinder- und Jugendförderungsgesetz
- BGB (Bürgerliches Gesetzbuch)
- StGB (Strafgesetzbuch)

Die  Sozialarbeit im Schuldienst des Landes NRW ist  vor allem im Runderlass des MSW vom 23.01.2008 (BASS 21-13 Nr.6) gesetzlich geregelt. Darüber hinaus bestimmt der § 80 Abs.1 SchulG, dass die Schulentwicklungsplanung und die Jugendhilfeplanung aufeinander abzustimmen sind. Das Kinder- und Jugendförderungsgesetz verpflichtet den Träger der Jugendhilfe zudem, ein abgestimmtes Konzept über die Zusammenarbeit aller an der Jugendhilfe Beteiligten zu entwickeln.
Diese allgemeinen Formulierungen helfen in der täglichen Praxis der Schulsozialarbeit nicht immer weiter, so dass man im Rahmen der verantwortungsvollen Tätigkeit regelmäßig ungeklärten Fragestellungen begegnet. Hierbei sind auch arbeits-, dienst-, und strafrechtliche Problemstellungen zu beachten, die häufig nur durch Einzelfallentscheid zu lösen sind.

Unterstützung bei rechtlichen Problemen

Die sozialpädagogische Ansprechpartnerin Anja Urbaniak (Leiterin Ref. Schulsozialarbeit im VBE NRW) sowie die Rechtsabteilung des  VBE beraten Sie  gern u.a. zu folgenden Themenbereichen:
- Schweigerecht und Schweigepflicht der Schulsozialarbeiter (vgl. StGB § 203)
- Zusammenarbeit mit der Schulleitung (vgl. SchulG § 59 Abs. 1)
- Arbeitsrechtliche Grundlagen (z.B. Vertragsgestaltung, Probezeit, Bewährung, Befristete Beschäftigungsverhältnisse, Teilzeitbeschäftigung, Anordnung von Mehrarbeit, Anspruch auf Arbeitszeugnis,  Personalakteneinsicht, Kündigungsfristen, Auflösungsvertrag)
- Tarifrechtliche Regelungen (z.B. Eingruppierung, Wochenarbeitszeit, Urlaubsanspruch, Jahressonderzahlungen)
- Vorgesetzte/Zuständigkeit/Fachaufsicht (vgl. BASS 10-32 Nr. 32)

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